Helau, Alaaf und Alleh Hopp

Jedi-Ritter, Einhörner, Außerirdische – einmal im Jahr trifft man sie auch bei uns an jeder Ecke, immer dann, wenn Fastnacht gefeiert wird. Vor allem Kinder lieben diese Tradition, weil sie sich verkleiden dürfen. Höhepunkt der närrischen Tage sind Kinderpartys und Umzüge, bei denen es jede Menge leckere Süßigkeiten einzusammeln gibt. Doch nicht nur bei uns wird die fünfte Jahreszeit so gefeiert. In ganz Deutschland ist es Tradition. Weiter im Norden nennt man es Karneval, im Süden Fasching. In Köln rufen die Jecken „Alaaf“, in Mainz „Helau“ und bei uns „Alleh Hopp“.

Aber woher kommt eigentlich diese wundervoll verrückte Idee? Die Ursprünge liegen weit zurück. Daher gibt es gleich mehrere Erklärungen. Zum Beispiel heißt es, dass unsere Vorfahren, die Germanen, immer im Frühling ein Fest feierten, um mit Masken und lauter Trommelmusik die Wintergeister zu vertreiben. Eine andere Erklärung hat mit der christlichen Fastenzeit zu tun. Diese beginnt nach Fastnacht an Aschermittwoch und dauert bis Ostern. Da man in dieser Zeit weniger essen soll, wollten die Menschen vorher noch mal ausgelassen feiern. Der Begriff Karneval kommt aus dem Lateinischen und „Carne vale“ bedeutet in etwa „Fleisch, lebe wohl“.

Bunte Parade in Rio
Bunte Federn und glitzernde Kostüme erschaffen ein farbenfrohes Bild, wenn die große Parade durch Rio de Janiero, die zweitgrößten Stadt Brasiliens, zieht. Begleitet von Musik tanzen die Gruppen durch die Straßen. Kein Wunder, denn sie alle gehören zu den Sambaschulen der Stadt. Samba ist ein brasilianischer Volkstanz mit viel Hüftschwung. Jede Samba-Gruppe wählt ein bestimmtes Thema. Passend dazu wird dann der Festwagen dekoriert und die Kostüme und der Tanz darauf abgestimmt. Es ist für alle eine große Ehre, beim Festumzug dabei zu sein. Die Teilnehmer arbeiten sogar das ganze Jahr über hart, um sich die Kostüme leisten zu können, die sie dann für nur wenige Stunden tragen.

Masken- Karneval in Venedig
Bereits vor 1000 Jahren wurde in der italienischen Stadt Venedig Karneval gefeiert. Bis heute sind die Masken das Besondere daran. Zehn Tage vor Aschermittwoch geht es offiziell los. An diesem Tag schwebt ein Artist an einem Stahlseil von einem Glockenturm herab über den Markusplatz. Damit sind die Festtage eröffnet. Bis Aschermittwoch gibt es private Partys, aber auch Bälle und eine große Parade am Sonntag, an der die schönsten Kostüme und Masken prämiert werden. esa

Tipps für eine Mottoparty
Fastnachts- Party? Das wäre doch der Knaller. Entweder alle kommen in einem Kostüm ihrer Wahl, oder Du gibst ein Motto vor. Wie wäre es mit Zauberwald? Da wäre ein Treffen der schönsten Feen und Zauberer garantiert. Vielleicht seht ihr sogar ein seltenes Einhorn? Oder eine Gangsterparty? Agenten und Polizisten feiern hier zusammen mit gefährlichen Ganoven. Möglicherweise schleicht sich auch noch ein Ninja auf die Party. Oder lass den großen Rat der Superhelden tagen: Superman, Spiderman und Wonderwomen können dann gemeinsam die Welt retten. Ein übernatürliches Vergnügen. Wichtig: Die Deko muss stimmen. Zumindest Luftschlangen und Luftballons sind ein Muss bei einer Fastnachtsparty. Dann fehlt nur noch gute Partymusik zum Abtanzen. Alleh Hopp! esa

Helau, Alaaf und Alleh Hopp

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